Dies ist nun die zweite Runde Ihnen Selbstbeschäftigungsspiele vorzustellen oder Sie an diese zu erinnern.

Ein Puzzle kennt wohl jeder aus der eigenen Kindheit. Hier zeigen wir ein sehr frühes Exemplar. Nach der Art der Deckelvignette datieren wir den Kasten auf die Zeit um 1840. Hinter dem Puzzle steht die Idee, Kindern mit Hilfe von zerschnittenen Landkarten geographische Kenntnisse nahezubringen.

Der früheste Nachweis ist eine Anzeige im Amsterdamsche Courant vom 29. Mai 1784: Bei C. Mortier und J. Covens […] sind auch unterschiedliche geografische Landkarten in Teilen zu kaufen, um auf eine einfache und hübsche Weise den Kindern spielend Geografie zu unterrichten, um dadurch in kurzer Zeit in dieser nützlichen Wissenschaft klug zu werden […]

Die Möglichkeit die Welt reisend zu erkunden oder Handelsbeziehungen in entfernte Regionen zu unterhalten, verlangten es, dass Kinder früh geographische Kenntnisse erlangten.

Unser Puzzle zeigt eine Landkarte von Frankreich. Leider können wir es nicht zusammengesetzt zeigen, da es recht anspruchsvoll ist und uns die erforderlichen geographischen Kenntnisse fehlen. Selbst ein herbeigerufener französischer Freund konnte nur die Region um seinen Heimatort zusammenfinden. Sollte sich in unserer Leserschaft ein Puzzleexperte befinden, sind wir für Unterstützung dankbar und zeigen dann irgendwann die zusammengesetzte Landkarte.

Wenn Ihr Interesse geweckt ist, empfehlen wir das Buch von Geert Bekkering: Spaß und Geduld – Zur Geschichte des Puzzlespiels in Deutschland.

Und wir forschen weiter, nach fast vergessenen Spielen und Möglichkeiten, es sich mit sich selbst richtig gemütlich zu machen.
Bleiben Sie gesund!

Und dann kommt wieder die Augenwenderuhr…

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